Was bei uns in 2019 passiert ist…

Fast pünktlich zum Jahreswechsel möchte ich einen Jahresrückblick machen und euch berichten, was bei uns so passiert ist. Was sind unsere Highlights und unsere Lowlights (ich liebe dieses Wort ;)), was hat gut geklappt und was haben wir (gemeinsam) gelernt.

Meine persönlichen Highlights

Umgang mit Krankheit der Kinder – absolutes Highlight. Durch meinen neuen Job war es für mich nicht einfach, die (zum Glück!) sehr wenigen Kinderkrankheitstage zu überbrücken. Es gab dann den einen Tag, an dem ich so wichtige Termine hatte, dass ich kurz vorm Verzweifeln war. Ich habe also den Papa angerufen, ihm genau erklärt, in welcher Situation ich stecke, und er hat sofort zugesagt, das kranke Kind zu betreuen. Ich war soooo froh und soooo dankbar. Im Gegenzug habe ich die Kinder auch mal am WE abgeholt, als der Papa mit Fieber im Bett lag. Ein Geben und Nehmen, so wie es sein sollte.

Etwas später im Jahr hat sich das große Kind selbst überlegt, dass es die Besuchsregelung für das jeweils andere Elternteil anpassen möchte. Wir saßen also zu viert am Essenstisch und haben überlegt, wie wir das verändern können, so dass für alle passt. Ich fand es sehr besonders zu sehen, wie jeder seinen Teil dazu beitragen konnte, so dass es auch für uns Eltern passt und wir in diesem Fall auch dem Wunsch des Kindes entsprechen konnten. Ab sofort kommt also der Papa freitags statt sonntags zu Besuch, sofern wir an dem betreffenden WE nicht unterwegs sind. Hier zeichnet sich für mich eine neue Entwicklung in der Kommunikation mit den Kindern ab und dass wir auch in dieser 4er-Konstellation jeder unseren Platz finden müssen

Ein weiteres Highlight oder besonderes Erlebnis hat eigentlich einen sehr traurigen Hintergrund. Wir bekamen eine Einladung vom Jugendamt, man hatte sich über den Papa als Erziehungsperson beschwert und ich sollte dazu Stellung beziehen. Mein erster Gedanke war sofort „was für ein Quatsch!“. Denn ja, er macht vieles anders. Und ja, ich bin nicht mit allem einverstanden. Und definitiv ja, er liebt seine Kinder und behandelt sie in seiner Weise gut und ja, die Kinder lieben und sind gerne bei ihm. Ich habe also beim Jugendamt erläutert, wie unser Modell aussieht, in welchem nahen Kontakt der Papa und ich stehen und wie ich seinen Umgang mit den Kindern beurteilen würde. Wir haben in dieser Zeit sehr viel gesprochen und gemeinsam festgelegt, wie wir mit der betreffenden Person umgehen wollen und werden. Dies war ein weiterer Grundstein, der das Fundament unserer Elternschaft gestärkt hat.  

Absolutes Lowlight

Die Urlaubsplanung meines Ex-Partners für den Sommer hat zu einem sehr großen Streit geführt, inkl. Anschreien am Telefon und dann wortloses Auflegen. Geplant war eine Reise in weiter entferntes, nicht gut besiedeltes Land und ich habe mir sehr große Sorgen gemacht, wie die Versorgung ist, wenn dem Papa was passiert. Und ich muss unbedingt dazu sagen, dass ich normalweise echt nicht paranoid bin. Die Reaktion war totales Unverständnis, über „du willst bloß nicht, dass du die Kinder so lange nicht siehst“ bis hin zu „soll ich dir dann auch deine nächste Reise verbieten?“. Ich habe mich dazu mit anderen Personen ausgetauscht und habe viel Verständnis bekommen. Nur nicht von meinem Ex-Partner, der das Gefühl bekommen hat, dass ich ihm die Kinder wegnehmen möchte.

Wie ich bzw. wir diese Situation gelöst haben, mit welchen Methoden wir uns wieder angenähert haben, werde ich euch in einem weiteren Artikel mitteilen. Letztlich wurde aus dem Lowlight ein sehr großes Highlight und eine noch größere Weiterentwicklung von uns Eltern.

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